Marketing 08 • Der elektronische Rundbrief – Newsletter

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

Was ist ein Newsletter überhaupt?

Faktisch ist ein Newsletter nix anderes als eine Mailing-Liste. Sprich, man hat E-Mail-Adressen von Kunden, Freunden, (SolaWi-)Mitgliedern und Interessenten. An denen verschickt man E-Mails über ein Mail-Programm. Inhalt kann sein: Angeboten, Neuigkeiten, Informationen rund um den Hofladen, den Hof und seinen Bewohnern u. v. m.

Rein rechtlich1Ich bin kein Jurist oder Anwalt, ich gebe keine verbindlichen Informationen über die Gesetzeslage oder berate in juristischen Dingen. gesehen, darf man dies so nicht mehr handhaben. Die Empfänger müssen sich automatisiert aus der Liste austragen können. Das geht bei einer normalen E-Mail, die ich zugeschickt bekomme nicht.

Nach den gesetzlichen Vorgaben muss sich ein Interessent oder Empfänger selbstständig und automatisiert ein- und vor allem austragen können. Auf Neudeutsch: »Double Opt In« (= zweimal bestellen). Kennt sicher jeder:

Seine E-Mail-Adresse in ein Formular eintragen

Man bekommt eine E-Mail automatisch mit einem Link zugeschickt

Durch Klicken auf diesen Link bestätigt man die Anmeldung

Abmelden:

Im Newsletter muss ein Link hinterlegt sein, der zu einer Seite führt, auf der man sich aus dem Verteiler austragen kann, dies muss auch automatisiert erfolgen.

Anbieter für den Versand von Newslettern

Da dieser Automatismus mit einer normalen E-Mail Liste nicht machbar ist, gibt es für den Versand von elektronischen Rundschreiben Anbieter, wie zum Beispiel:

sendinblue

cleverreach

rapidmail

Mit deren Software kann man rechtssichere Newsletter erstellen und versenden. Zudem gibt es statistische Auswertungen. In der Grundversion sind viele kostenfrei.

Für welche Aufgaben eignet sich ein Newsletter?

Ein solcher Kanal ist dazu geeignet, bestehenden Kunden, (SolaWi-)Mitgliedern und Interessenten Informationen per E-Mail zuzuschicken. Bei Hofläden können es aktuelle Angebote sein, Neuigkeiten, Änderung der Öffnungszeiten, u. a. m.

Ein Newsletter ist auf der Reise eines potenziellen Kunden zu einem tatsächlichen Kunden eher am Ende anzusiedeln. Mit der Anmeldung hat die Person ihr Interesse ja bereits bekundet und wir können hoffen, dass sie auch zum Kunden wird.

Ein Newsletter dient vorrangig zur Kundenbindung.

Vorteile eines Newsletters

Lebensdauer:

Bei den sozialen Netzwerken kann man nicht sicher sein, wie lange sie existieren und welche Hürden die Firmen aufbauen.
Siehe; StudiVZ, Myspace oder Google+.
Eine E-Mail-Adresse benutzen alle und es gibt keinen Dritten, der zwischen uns und dem Empfänger liegt.

Datenhoheit:

Facebook und Co sind in erster Linie Werbeplattformen. Die Daten zu ihren Nutzern bilden ihr Geschäft, und das wollen sie mit niemandem teilen.
Durch E-Mail-Marketing haben sie die Kontrolle was, wann wer erfährt und wie die Reaktionen darauf sind.

Flexibilität: 

Die Empfängerliste gehört Ihnen ganz allein. Wenn Sie den Anbieter wechseln wollen, müssen Sie »nur« die Liste als CSV-Datei zu exportieren und beim neuen Anbieter importieren.

Benutzerfreundlichkeit:

Mit den Jahren hat sich die Bedienung stark vereinfacht. Heute jeder ohne Programmierkenntnisse ein Anmeldeformular auf der Webseite einbinden.
Die Anbieter stellen Layouts zur Verfügung, in die man »nur« noch Bilder und Texte einfügen muss. 

Wer noch keinen digitalen Kanal nutzt um seine Kunden über Angebote und Neuigkeiten zu informieren, dem rate ich zu einem Newsletter. Die Alternativen wie Facebook, Instagram und Co sind zeitlich wesentlich aufwendiger und komplizierter in der Handhabung (wenn man sie im Sinne von Werbung und Marketing verwenden möchte)

Wie oft sollte ein Newsletter verschickt werden?

Immer dann, wenn es etwas Neues gibt UND es für den Empfänger einen Mehrwert darstellt. Wie zum Beispiel
• »jetzt im Angebot«
• »Es gibt die ersten Erdbeeren«
• »unsere Öffnungszeiten in den Ferien sind: …«

Zeitlich empfehle ich nicht häufiger als einmal die Woche und nicht weniger als viermal im Jahr.

Worauf sollte geachtet werden beim Erstellen eines Newsletters?

Wie bei jeder visuellen Kommunikation ist es auch beim Newsletter wichtig, den Leuten nicht die Zeit zu stehlen, mit Informationen und Botschaften, die sie aktuell gar nicht wollen oder benötigen.

Kurz halten ist das Gebot der Stunde.

Beispiel:

»Hallo liebe Kunden, es ist Herbst geworden, die Ernte ist schon zum großen Teil eingefahren und wir sind fleißig dabei unsere Äpfel und Kartoffeln zu ernten. Gott sei Dank hält das Wetter und wir können zügig die Kartoffeln aus dem Boden holen. Gestern haben wir das obere Feld abgeerntet, nächste Woche kommt das untere Feld an die Reihe und dann haben wir es für dieses Jahr geschafft. Wir freuen uns. Ihr könnt ab diese Woche das Kilo Kartoffeln für 3,50 bei uns im Laden kaufen.«
Ein hübscher Zeitfresser Text.

Besser:

»Ab sofort Kartoffeln aus eigener Ernte: 3,50 € / kg«

Wir alle werden überhäuft von Informationen, gerade, wenn wir im Netz unterwegs sind oder unser E-Mail-Postfach öffnen.

Wem wichtig ist über das was auf dem Hof passiert zu informieren, der macht es besser über einen Blog-Artikel und verlinkt diesen im Newsletter:

»Ab sofort Kartoffeln aus eigener Ernte: 3,50 € / kg
Wer mehr erfahren möchte, wie die Ernte so läuft in diesem Jahr klickt hier.«
<Link-zu-einem-Blog-Artikel>

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Die Information eines Bildes wird vom Gehirn 60.000 schneller verarbeitet als Text.
Quelle

Also dies hier:

wird schneller erfasst als
»Jetzt Kartoffeln aus eigenem Anbau«

Möglichst immer ein aussagestarkes Bild für jede Information in einem Newsletter verwenden. Und den Text so kurz und knapp wie irgend möglich halten. Wenn es weitere Infos gibt, diese dann auf die Webseite stellen und verlinken. Hierzu eignet sich ein Blog.

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Mein Wunsch ist es besonders all jenen schnell und einfach mit Infos über Werbung und Marketing zu versorgen, die uns mit Lebensmitteln versorgen – Danke dafür!

Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 07 • Braucht ein Hofladen Social-Media?

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

Muss ein Hofladen Social-Media-Kanäle unterhalten?

Ein klares JaEin.

Wie ich im Beitrag »Marketing 03 • Offline- Online-Marketing die wesentlichen Unterschiede« schon geschrieben habe. Es ist alles für die Katz, wenn man die Kanäle nicht pflegen kann.

Auch kommt es darauf an, welche Art von Kundschaft man hat oder gerne noch haben möchte.

Alles eine Frage der Ressourcen, sprich Zeit

Gerade für Social-Media braucht es viel Zeit und einen langen Atem.

Wenn Sie Stammkunden haben und keine neuen Kunden brauchen, dann können Sie SM sein lassen, hier ist ein Newsletter das bessere Werkzeug.

Wer viel Laufkundschaft und vor allem Touristen als Kunden hat, der sollte sich mit Instagram und Co. befassen.

Über Bande spielen – Beispiel

Wenn Ihr Hofladen in einer touristischen Region liegt und unter Ihren Kunden auch viele Touristen sind, dann rate ich zu einem Instagram Kanal und einer Facebook-Seite, die kann man beide gleichzeitig füttern.

Weshalb?

Viele informieren sich über ihre Urlaubsregion auf Instagram oder Facebook.

Angenommen Ihr Hof liegt im Hartz, dann suchen Ihre potenziellen Kunden auf Instagram nach den Hashtag #hartz #urlaubimhartz #ausflugtippshartz. Wenn Sie Bilder aus Ihrer Umgebung und noch besser von Urlaubszielen im Hartz postet und darunter dann Hashtags wie #hartz #urlaubimhartz #ausflugtippshartz setzt, dann gelangen Nutzer auf Ihren Kanal und so zu Ihrem Hofladen.

Höfe bieten viele Motive für Social-Media-Marketing

Im Gegensatz zu anderen Branchen sind Höfe mit Motiven und Themen reich gesegnet. Ihr steht morgens auf, geht auf die Weide, in den Stall, aufs Feld oder den Gemüsegarten, klick und schon ist ein Foto für einen Post gemacht.

Wichtig – wie oben erwähnt – sind die Hashtags, damit der Post denen angezeigt wird, die sich für eure Themen interessieren.

Wie finde ich passende Hashtags?

Ein Beispiel

Begriffe verwenden, die das Motiv beschreiben:

#huhn #henne #auge #augen

Synonyme und übergeordnete Begriffe

#tier #federvieh #vogel #nutztier #iris 

Ort

#schweiz #kantonfreiburg #biohofphilipona #stall #hühnerstall #biohof 

assoziative Begriffe

#federn #auge #kopf #blick #strengerblick #hühnerauge

Technisches

#macro #macrofotografie #closeup #nikon #macrolinse #nikkor60mm

Wer Inspiration braucht, dem kann ich die Webseiten

hashtagify

tagsfinder

likeometer.co

empfehlen.

Eine weitere Möglichkeit ist es seinen Hashtag in Instagram eingeben und dann sehen, welche Begriffe die anderen unter ihre Posts mit dem gleichen Motiv verwenden.

Wie viele Hashtags sollte ich verwenden?

Als ich 2016 mit Instagram anfing, hieß es ca. zehn Hashtags soll man für einen Post verwenden, aktuell werden 30 empfohlen.

An der Stelle nochmals der Hinweis: alles rund ums Netz ändert sich ständig. Tipps und Empfehlungen haben daher eine geringe Halbwertszeit. Und was bei dem einen funktioniert muss beim anderen keine Erfolge bringen.

Nicht jeder Hofladen muss Social-Media-Marketing betreiben

Nur, weil alle Welt von Social-Media-Marketing spricht, muss ein Hofladen nicht zwangsläufig dieser neuen Sau hinterherlaufen. 🙂

Hofläden mit Stammkundschaft empfehle ich einen Newsletter anstelle von Social-Media-Marketing. (Wer seine Kunden über Facebook erreicht, der soll damit natürlich weitermachen)

Für Hofläden, die in touristischen Regionen liegen und viele Touristen als Kunden haben, lohnt es sich Instagram auszuprobieren. Ein Jahr sollte man sich damit befassen und den Kanal pflegen.

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Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 06 • Die Webseite – Der digitale Wolpertinger

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

oder: Ein Galloway-Rind ist kein Burger

Ich weiß, dass alle Bio-Bauern innen wie außen ihre Tiere lieben und bei ihnen artgerechte Tierhaltung ganz oben steht. Nur die Leute kaufen keine Rinder, sondern Rindfleisch.

Was suchen also Eure Kunden im Netz?
»Bio-Rindfleisch, ORT«

Und so müssen auch die Inhalte strukturiert sein:
»Hofladen > Bio-Rindfleisch«

Häufig sehe ich folgende Aussagen ganz oben:
»Bio-Hof, artgerechte Tierhaltung«

Und hier mein wichtigster Tipp für alles was Sie an Werbung und Marketing machen:

Blicken Sie aus der Brille Ihrer Kunden auf Flyer, Webseiten, Social-Media-Kanäle, etc.

Fragen Sie sich, was Sie tun würden, wenn Sie Eure Produkte suchen würden. Welche Begriffe würden Sie in die Suchmaschinen eingeben

Eine Ente kann gut schwimmen aber nicht schnell laufen

Jedes Medium hat seine Grenzen, in dem, was wir damit an Botschaften vermitteln können, so auch eine Webseite.

Wer im Netz einen Hofladen sucht, wird von einem Foto, auf dem eine Rinderherde auf der Weide steht, eher irritiert sein. Wer Ferienwohnungen sucht, wird von der Innenansicht eines Hofladens auf der Startseite glauben, er wäre hier falsch.

Wer bei Ihnen einkaufen möchte, sucht nicht zwangsläufig auch eine Ferienwohnung.

Wer einen Hofladen sucht, sucht nicht automatisch Informationen über artgerechte Tierhaltung.

Deshalb ist es wichtig, dass für den Nutzer sofort klar wird, wo er gelandet ist und ob er hier richtig ist.

Man kann dies auf unterschiedliche Arten lösen.

  • Jedes Angebot bekommt seine eigene Webseite:
    • unser-hof.de, unser-hofladen.de, unser-online-shop.de, unsere-fewos.de
  • oder eine eigene Subdomain1 Eine Subdomain ermöglicht es, die eigene Webseite in weitere Bereiche zu unterteilen. Dabei wird der Name der Subdomain vor dem Domainnamen (Top-Level-Domain) platziert und mit einem Punkt von diesem getrennt.
    • Domain: unser-hof.de,
      • Subdomains: hofladen.unser-hof.de, online-shop.unser-hof.de, fewos.unser-hof.de
  • dritte Möglichkeit: Unterseiten für die unterschiedlichen Angebote anlegen und diese auf der Startseite so darstellen, dass der Nutzer sofort erkennt, was er anklicken muss, damit er zum gewünschten Angebot kommt.

Welche Erwartungen haben die Besucher Ihrer Webseite?

Die Leute haben ein Bedürfnis weshalb sie auf Ihre Seite gekommen sind (bzw. die Suchmaschine ihnen Eure Seite aufgelistet hat) und dieses muss auch erfüllt werden.

Übersichtlichkeit – Klarheit – Information

LINK – ANGEBOT – 

Um Tante Google kommen wir nicht herum

Auch wenn wir eine super moderne, technisch 1a Webseite haben mit Suchmaschinen optimierten Inhalten, nutzerfreundlich aufgebaut, alles suppi-tuppi klasse, braucht es einen Eintrag bei Google mit einer Google Webseite.

Das Ganze nennt sich »Google-My-Business.«

Man kann es relativ einfach selbst einrichten – auch hier gilt, um das letzte Quäntchen Leistung herauszuholen sollte ein Fachmann drüber schauen.

Google-My-Business beinhaltet:

• einen Eintrag auf Google-Maps

• eine eigene Webseite,

• die Business-Site beinhaltet einen Blog

• es gibt eine monatliche Auswertung:

    • Anzahl der Klicks
    • über welche Suchbegriffe die Nutzer auf die Seite gekommen sind
    • von welchen Endgeräten aus zugegriffen wurde
    • aus welchen Ländern
    • welche Daten abgerufen wurden (Wegbeschreibung)

Hier geht es zur Webseite von Google-My-Business

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Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 05 • Die Suchmaschine – die neue Göttin

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

Wie im Kapitel »Marketing 04 • Online-Marketing: vom Gejagten zum Sucher« erklärt, kommt es heute darauf an, von den Kunden gefunden zu werden. Dafür gibt es Suchmaschinen, die Suchfunktionen in den Sozialen-Medien und auf den verschiedenen Plattformen wie YouTube.

Die Suchmaschine – die neue Göttin

Heute suchen uns die Kunden (Suchmaschine) und deshalb müssen wir im Netz gefunden werden können.

Wenn jemand für Ihre Region die Suchbegriffe:

»Hofladen, NAME-DER REGION / ORT« eingibt – an welcher Stelle in den Suchergebnissen landet Ihre Webseite?

Wenn sie unter den ersten zehn, besser fünf Treffen steht, dann passt alles.

Wenn nicht, dann sollte nachgebessert werden.

Nur, wie geht das?

Hier gibt es zwei Begriffe: »SEO« und »Content«.

SEO bedeutet, dass wir unsere Webseite für die Suchmaschine attraktiv machen. Denn die sitzt zwischen uns und unserem Kunden.

Und damit sie uns wohl gesonnen ist, müssen wir dieser neuen Gottheit Opfergaben bringen, die nennt man auf Neudeutsch: »Content« Wie funktioniert eine Suchmaschine?

Wie funktioniert eine Suchmaschine?

Hier heißt das Zauberwort: »Algorithmus«

Der Algorithmus umfasst die Regeln, nach denen unsere Webseite von Plattformen und Suchmaschinen bei bestimmten Suchbegriffen gelistet wird. Diese Regeln werden von den Firmen – egal ob Google oder Facebook – ständig geändert.

Wenn wir in einem hart umkämpften Markt unterwegs sind, dann sollten wir uns damit befassen. Als Hofladen Besitzer haben wir es einfach, denn hier ist die Konkurrenz meist überschaubar.

Dennoch ist es notwendig die Webseite so aufzubauen und mit Inhalten zu füllen, dass sie auch unserem potenziellen Kunden bei seiner Suchanfrage gezeigt wird und – ganz wichtig – das sie nutzerfreundlich ist.

Was das genau ist, beschreibe ich im »Marketing 06 • Die Webseite – Der digitale Wolpertinger«

Auch Tante Google hat Stress

Google hat sich gegenüber allen anderen Suchmaschinen durchgesetzt und ist in Deutschland mit 86,03 % (Stand 09.2020)1 https://seo-summary.de/suchmaschinen/ Marktführer. Wir sehen Google als eine allmächtige Datenkrake an, um die wir nicht herum kommen.

Stimmt – nicht ganz.

Auch Tante Google muss zu sehen, dass sie ihren ersten Platz hält. Und das tut sie, in dem sie den Nutzern die Webseiten auflistet, die den Inhalt haben, den der Nutzer sucht.

Wenn ich »Hofladen« eingebe, dann weiß Google, wo in etwa ich bin und bezieht diese Angabe in das Ergebnis mit ein.

Gebe ich noch den Ort an, dann gibt Google andere Treffer aus.

Einfach mal ausprobieren.

Ziel ist es nun, dass Google bei beiden Suchanfragen unseren Hofladen ganz oben listet.

Generell gilt:

  • die Webseite muss technisch auf dem neuesten Stand sein
  • sie muss für mobile Endgeräte optimiert sein (responsiv)
  • sie muss unter HTTPS laufen (sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll)
  • Die Suchbegriffe, nach denen wir gefunden werden sollen, müssen sowohl in den sichtbaren Inhalten (Texte, die ein Nutzer lesen kann) als auch in den unsichtbaren (Metadaten) hinterlegt sein.
  • Es gibt noch zig weitere Faktoren, die berücksichtigt werden können, damit die Suchmaschine unsere Webseite oben listet. Diese alle zu behandeln würde an dieser Stelle zu weit führen.

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Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 04 • Online-Marketing: vom Gejagten zum Sucher

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

Früher jagten wir, heute müssen wir zu sehen gefunden zu werden

Im analogen Marketing war und ist es noch so, dass man seine Produkte anpreist und zusieht, dass diese Informationen an die Zielgruppe gelangen. Die Firmen jagten den Menschen hinterher und schossen mit Werbespots, Anzeigen, Radiowerbung und Plakaten auf sie.

Dies wurde anfänglich so ins Netz übernommen.
Auf den Webseiten der Zeitungen, Blogs und Foren haben die Firmen Werbebanner geschaltet. 

Dann kamen die Ad-Blocker. Aus die Maus. Das Geschäftsmodell funktionierte so nicht mehr.

Dies war und ist auch ein Grund, weshalb den Redaktionen und Zeitungsverlagen das Geld ausgeht. Während bei gedruckten Zeitungen die Auflage über die Höhe der Kosten für eine Anzeige der entscheidende Faktor ist, ist es im Netz, wie oft die Anzeige erscheint oder ob jemand sie anklickt. Hier gibt es unterschiedliche Preis-Modelle. Nur, wenn die Anzeige durch Ad-Blocker erst gar nicht geladen wird, erscheint sie nicht und kann nicht geklickt werden und es gibt kein Geld für den Webseitenbetreiber. 

Die Kunden suchen im Netz die Produkte

Die Menschen kaufen nach wie vor ein, und ebenso produzieren Firmen Produkte.
Wie das eine zum anderen kommt, hat sich durch die Digitalisierung um 180° gedreht.

Die Kunden suchen im Netz, informieren sich und kaufen auch dort.

Und hier setzt die neue Art des Marketings an. Die Firmen stellen Informationen ins Netz, von denen sie ausgehen, dass die Leute danach suchen. Diese Art nennt sich »Content-Marketing«. Content steht hier für »Inhalt mit einem Mehrwert für den Leser / Kunden«

Beispiel Nikon.

Früher reichte es, wenn Nikon eine Broschüre über eine neue Kamera drucken ließ, in Fachzeitschriften Werbeanzeigen schaltet und sie auf Messen und Veranstaltungen vorstellt.

Heute werden zudem, aufwendige Videos produziert, was das tolle Gerät alles kann und wie es zu bedienen ist. Influencer bekommen die Kamera vorab zu geschickt, sie testen sie und erstellen Videos und Blog-Artikel. So entsteht »Content«, der von den Suchmaschinen ausgelesen wird und Nutzern, die die entsprechenden Suchbegriffe eingeben, angezeigt wird.

Ziel der Firmen ist es nun möglichst viele Inhalte ins Netz zu bringen, damit die Suchmaschinen und Portale wie YouTube diese den potenziellen Käufern anzeigen.

Man spricht hier von Outbound- und Inbound-Marketing.

»Outbound« bedeutet in etwa »ausfahrend«

»Inbound« meint »eingehend«

Inbound Marketing für Hofläden – muss das sein?

In der realen Welt muss unser Hofladen nach wie vor klassische Werbung machen:

• Flyer verteilen,

• Anzeigen schalten,

• Gruppen einladen,

• Aktionen und Veranstaltungen machen,

  • Angebote bewerben
  • u. a. m.

Dies findet alles offline statt.

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Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 03 • Offline- Online-Marketing die wesentlichen Unterschiede

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Der wichtigsten Unterschiede zwischen Offline- und Online-Marketing

Offline

Online

Leser, Zuschauer, -hörer können nur konsumieren

User können meist direkt reagieren durch: Posts, Likes, Kommentare, E-Mail

hoher finanzieller Aufwand / überschaubarer zeitlicher Aufwand1*wenn es gut werden soll, muss es ein Grafiker machen; Anzeigen in Zeitungen sind teuer

finanzieller Aufwand sehr gering / zeitlicher Aufwand groß2*eine FB-Seite; ein Instagram-, YouTube-Kanal etc. kosten nix, wollen aber regelmäßig mit Inhalten gefüllt werden.

zeitlicher Aufwand gering

zeitlicher Aufwand groß

Möglichkeiten sind sehr begrenzt

Jeder hat alle Möglichkeiten seine Botschaften der ganzen Welt mitzuteilen.

Die Grundausstattung an Werbemitteln

In der analogen Welt benötigte ein Hofladen

  • Türschild
  • Plakat
  • Flyer; Wurfzettel
  • Visitenkarte
  • ab und an eine Anzeige in der örtlichen Zeitung
    und fertig.

In der digitalen Welt kommen plötzlich noch dazu:

  • Webseite
  • Newsletter
  • Social-Media-Kanäle
  • Google-My-Business Eintrag

Abgesehen von der Zunahme an weiteren Möglichkeiten sind die digitalen Kanäle auch wesentlich zeitaufwendiger was Aufbau und Pflege angeht. Hinzu kommt noch, dass sich Formate, Einstellungen, Oberflächen etc. bei Facebook, WordPress, Google und Co. in kurzen Zeitabständen ändern.

Das kann man alleine nicht mehr stemmen, wenn man noch Kühe melken, ackern, ernten – und die Formulare für die Ämter ausfüllen muss. 🙂

Viele Firmen stocken ihre Marketing-Abteilung auf, denn die digitalen Medien haben die analogen Medien (noch) nicht ersetzt und sind weitaus zeitaufwendiger.

Und auch unser Hofladen muss in der digitalen Welt präsent sein.

Wer sich ein wenig mit den Neuen Medien befasst hat, merkt: Es bedarf Zeit und Wissen, um damit auch Erfolg zu haben.

Ein neuer Berufszweig hat sich etabliert

Und so geht es allen. 

Weder der Friseur noch der Bauer oder der Gastwirt kann ständig auf Instagram und Co aktiv sein oder alle paar Wochen einen elektronischen Rundbrief schreiben, mit Bildern füllen und verschicken. Vom Antworten auf die E-Mails und dem Moderieren der Kommentare unter den Posts ganz zu schweigen.

Und hier hat sich ein neuer Arbeitsmarkt entwickelt: der virtuelle Assistent.

Über verschiedene Portale im Netz kann man für jede Aufgabe stunden- oder projektweise Leute engagieren, die Spezialisten auf ihren Gebieten sind.

Einfach in die Suchmaschine eingeben: »virtueller Assistent« oder »persönlicher Assistent« und schon wird man fündig.

Eine andere Möglichkeit an Experten in Webseiten-Erstellung, Fotobearbeitung, Videoschnitt oder Texten zu kommen sind die zwei Portale: Xing und LinkedIn. Hier kann man durch die Suchfunktion auch schnell Profile finden und in Kontakt treten.

Es gilt:

  • Die Möglichkeiten zu überblicken
  • Überdenken, welche dieser Kanäle macht für mein Unternehmen Sinn
  • Was macht die Konkurrenz
  • Was passt zu mir / meinen Unternehmen / meinen Produkten
  • Welche Ressourcen habe ich
  • was kann ich selbst machen
  • was muss ich auslagern (Stichwort: Virtuelle Assistenten)

Und für wen das noch zu viel Umstand ist, der kann auch mich beauftragen und ein Projekt wie zum Beispiel: Neugestaltung der Webseite abzuwickeln. 

Ich kann sowohl mit dem Programmierer, den Illustrator, Texter, Videografen, SEO-Spezialisten in ihrer Fachsprache kommunizieren.

Sie haben nur einen Ansprechpartner: mich.

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Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 02 • 1.000 Jahre Werbung – die Entwicklung des Marketings

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

In welchem Umfang sich die Möglichkeiten zu werben erweiterte haben, stelle ich in diesem Artikel vor.

Weshalb ist es wichtig, dies zu kennen?

Erst wenn man die historische Entwicklung sieht und erkennt, was sich in kürzester Zeit verändert hat, kann man seine eigene Werbung überdenken, die Möglichkeiten prüfen und planen.

Marketing im frühen Mittelalter

Wir leben im Jahre 1050 und verkaufen unser Obst auf dem Markt in Nürnberg. Welche Marketingmaßnahmen waren damals wichtig und möglich?

1. Platzwahl
2. Präsentation des Marktstandes
3. Umgang mit den Kunden
4. Angebot
5. Qualität / Preis
6. Empfehlungen

Diese Punkte haben sich in all der Zeit im Wesentlichen nicht geändert, wenn auch die Art und Weise sich den kulturellen und technischen Wandel angepasst haben. Beispiel:

  1. Platzwahl
    Im Mittelalter war damit der Platz gemeint, den unser Stand auf dem Marktplatz hatte. Je nachdem wo wir damit gestanden hatten, kamen mehr oder weniger Leute vorbei.

In der Neuzeit wurde daraus die Premiumlage in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren.
Und heute ist es die Position in den Suchergebnissen der Suchmaschinen.

Die erste größere Veränderung in der Werbung

Rund 500 Jahre1»Einer der ältesten historisch verifizierten Wochenmärkte ist der Trierer Hauptmarkt. Dieser wurde bereits im Jahre 958 eingerichtet.« wochenmarkt-deutschland.de lang hat sich dran nichts geändert. 1450 stand die erste Revolution mit der Erfindung des Buchdrucks an. Um diese Zeit verfasste ein Buchhändler die erste schriftliche Werbung. 1650 gab es die erste Tageszeitung in Leipzig und mit ihr die erste gedruckte Reklame.2»Nach der Erfindung des Buchdruckes präsentierte ein deutscher Buchhändler 1427 – 1467 die erste schriftliche Werbung. 1650 wurde in Leipzig die erste Tageszeit produziert – auch sie enthielt bereits Reklame.« kommunikationsblog.de/von-marketing-und-werbung-die-abgrenzung-zur-masse/

Zwei neue Möglichkeiten für sich und seine Produkte zu werben: Flugblätter und Anzeigen in Zeitungen und Magazinen.

Radio, TV, Internet

Die erste dokumentierte Radiowerbung wurde am 28. August 1922 in New York ausgestrahlt.3»In den USA wurde die erste bezahlte Radiowerbung am 28. August 1922 von WEAF in New York um 15.15 Uhr für ein Appartementhaus ausgestrahlt.« wikipedia.org/wiki/Radiowerbung

272 Jahre hatten wir als Unternehmer unsere Ruhe und jetzt stellte sich die Frage: muss ich auch Werbung im Radio machen? Wenn es die Konkurrenz macht, dann hat sich die Frage eh beantwortet.

Am 3. November 1956 wurde der erste Wahlwerbespot in Deutschland gesendet4»Am 3. November 1956 verliert das Fernsehen seine Unschuld. Zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte des Mediums wird Werbung ausgestrahlt.« stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.3-november-1956-der-erste-werbespot-im-fernsehen.bfc2c507-f47c-4d30-8c51-8f2de41a954a.html und am 27. Oktober 1994 ging das erste Werbebanner online.5»Am 27. Oktober 1994 ging das erste Banner-Ad online.« horizont.net/tech/nachrichten/Das-Banner-Ad-feiert-Geburtstag-Haette-nicht-geahnt-wie-diese-Ad-die-Welt-erdrutschartig-veraendern-wuerde-143580
Noch mehr Möglichkeiten, noch mehr Aufwand, noch mehr Zeit und Geld mussten investiert werden.

1998 wurde Google gegründet, 2004 Facebook, 2005 YouTube, 2010 Instagram.

Werbung und Marketing – die digitalen Möglichkeiten

Innerhalb von nicht einmal 20 Jahren haben sich die Kanäle für Marketing und Werbung verzigfacht. Jetzt hat jedes Unternehmen die Möglichkeit, 

  1. eine Zeitung (Blog, Newsletter),
  2. einen Fernsehkanal (YouTube),
  3. Radiosender (Podcasts) und
  4. Live-TV (Instagram, Facebook …) zu betreiben.

Online-Marketing überfordert alle

Meine wichtigste Botschaft an alle Bio-Höfe, Direktvermarkter und Hofladen Besitzer da draußen, die sich mit Marketing und Werbung befassen (müssen) – alle sind damit überfordert. Ob internationaler Großkonzern oder der Friseur um die Ecke. Alle stehen vor denselben Fragen und Herausforderungen.

Deshalb ist es besonders wichtig bevor man in Werbung und in online Marketing Zeit und Geld investiert sich zu überlegen:

  • welche Ziele möchten wir mit Werbung / Marketing erreichen
  • welche Ressourcen haben wir dafür
  • in welchem Zeitraum sollen die Ziele erreicht werden

Der erste Schritt ins Online-Marketing

ist es, sich Papier und Bleistift zu holen und die Punkte oben zu bearbeiten.

Wer dabei Hilfe benötigt, kann sich natürlich gerne an mich wenden.

Ich kann von der Ideenfindung über eine Konzeption bis zur konkreten Umsetzung unterstützen, beraten, Tipps geben, koordinieren und Aufgaben übernehmen.

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Mein Wunsch ist es besonders all jenen schnell und einfach mit Infos über Werbung und Marketing zu versorgen, die uns mit Lebensmitteln versorgen – Danke dafür!

Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Marketing 01 • Was ist eigentlich dieses Marketing?

Diese Infos sind für all jene gedacht, die sich schnell und unkompliziert über das dem Thema (online) Marketing informieren möchten.

Wie es ist, wenn man die Entwicklung im Marketing verschläft

Mir als Fotograf ging es so:
Webseiten wurden normal > brauch ich
Facebook ist gekommen > brauch ich nicht
Google ist gekommen > brauch ich nicht

Leider haben dies meine potenziellen Kunden anders gesehen.
Wenn jemand einen Fotografen für seine Veranstaltung gesucht hat, gibt er in die Suchmaschine seines Vertrauens ein: »Event, Fotograf, Berlin« oder etwas in der Art.

Konnte ich gefunden werden?
Nein.
Warum?
Ich hatte keine für Suchmaschinen optimierte Webseite.

Konnte ich über Facebook empfohlen werden?
Nein, ich hatte keine Facebook Seite etc.

Deshalb schreibe ich diese Reihe, es muss ja nicht jeder auf die heiße Herdplatte fassen.

Überblick über Marketing für absolute Neulinge

In kurzen Artikeln gebe ich einen Überblick über Marketing im allgemeinen und online Marketing im Speziellen.

  • Was es umfasst,
  • was man mit Marketing erreichen kann,
  • was es nicht kann und
  • weshalb wir alle damit überfordert sind.
  • Und wo es Hilfe gibt.

Definition von Marketing ganz allgemein

Marketing beinhaltet jede Art von Kommunikation eines Unternehmens.

Nach außen und nach innen.

Verbale und nonverbale Kommunikation. Also Texte, Bilder, Videos.

Wer ist dieses »außen«?

Zuerst denkt man an Kunden. Nur davon gibt es mehrere:

  • Neue Kunden
  • Stammkunden
  • Wieder gewonnene Kunden
  • Laufkundschaft

Und jede Gruppe will eigens angesprochen werden. Weshalb das so ist, komme ich später noch darauf zu sprechen.

Dann gibt es »außen« weitere Gruppen, die wir ggf. im Auge behalten müssen, wenn wir als Unternehmen Marketing betreiben:

  • Konkurrenz
  • Nachbarschaft
  • Politik / Behörden
  • aktuelle und potenzielle Mitarbeiter

Marketing umfasst mehr als man so denkt

Alles, was wir nach außen geben (Flyer, Webseite, etc.) wird von diesen Gruppen gesehen und bewertet. Deshalb ist es sinnvoll, sich folgende Fragen zu stellen:

• Welche Inhalte vermitteln unsere Medien und auf welche Art?

• Wie werden unsere Medien aufgenommen?

• Welche Botschaften werden vermittelt?

• Wie könnten die Botschaften interpretiert werden?

Marketing umfasst alle Maßnahmen, mit der wir Botschaften senden.

Die Ziele können sehr unterschiedlich sein:

  • Neue Kunden gewinnen
  • Stammkunden halten
  • Umsatz steigern
  • Mitarbeiter binden und motivieren
  • neue Mitarbeiter gewinnen
  • neue Produkte / saisonale Produkte bewerben
  • auf sich und seine Produkte aufmerksam machen
  • die Vorteile seines Unternehmens gegenüber der Kommune, Behörden, Gesellschaft darstellen (was indirekt funktioniert)

Unterschied zwischen dem klassischen Marketing und dem neuen (online) Marketing

Beim klassischen Marketing verläuft der Kommunikationsstrang in eine Richtung: Unternehmen > Menschen u. a. m.

Klassisch:

Eine Firma schaltet eine Anzeige in einer Zeitung.
Die Anzeige wird gesehen oder nicht.
Die Anzeige bewirkt etwas oder nicht.
Ende.

Online
Eine Firma postet ein Foto und Text in den Sozialen-Medien.
Der Post wird gelesen oder auch nicht.
Die Nutzer reagieren in dem sie dem Post
• ein Herzchen geben
• kommentieren
• teilen
• oder auch nicht.

Dies bedeutet:

Klassisch > ich gebe eine Anzeige auf und hoffe, dass sie wirkt. Fertig.

Online > ich Poste etwas und hoffe, dass der Post wirkt und muss nachsehen, ob jemand reagiert hat, was er ggf. geschrieben hat, muss darauf antworten oder zumindest der Antwort auch ein Herzchen geben.

Was sind die Besonderheiten beim online Marketing?

Hinzu kommt, dass alles was ein Nutzer mit unserem Post oder auch einer online Anzeige macht erfasst und gespeichert wird. In bunten Diagrammen können wir uns diese Daten ansehen. Diese Auswertungen können uns helfen unsere Posts, Anzeigen, die Webseite etc. zu optimieren. Dies geht in der klassischen Print-Werbung nicht.

Das Auswerten der Daten kostet Zeit und Wissen und daher Geld.

Mit dem ganzen online Zeugs haben wir als Unternehmer viel mehr Möglichkeiten – und viel mehr Arbeit damit.

Zu den Kosten noch ein Wort:

Eine gedruckte Anzeige kostet viel Geld in der Herstellung, Gestaltung und der Schaltung, denn man benötigt meist einen Profi und Anzeigen in Zeitungen sind teuer. Sie macht dafür relativ wenig Arbeit.

Ein Post kostet »nur« meine Arbeitszeit oder die des Mitarbeiters. Von der Idee über die Produktion, Post-Produktion, Einstellen, Reagieren, Auswerten wird sehr viel Arbeitszeit fällig. Wer übernimmt dies?

Online-Marketing kann viel und macht viel Arbeit

Kein Unternehmen kommt umhin im Netz präsent zu sein. Die Möglichkeiten sind so gewaltig und komplex. Es ist daher notwendig, bevor man startet, sich einen Plan zu machen.

Dazu reicht Papier und Bleistift und folgende Fragen sich zu stellen:

  • Was für ein Unternehmen habe ich?
  • Welche Produkte biete ich an?
  • Was sind die Vorteile meines Unternehmens / meiner Produkte?
  • Wer hat Interesse daran?
  • Wo finde ich die Menschen, die meine Produkte haben möchten?
  • Welche Erwartungen, Wünsche haben meine potenziellen Kunden?
  • Wie spreche ich die Menschen an in Word und Bild?

Bei diesen Fragen kann ich Sie unterstützen, denn es braucht einen Blick von außen und ein Gegenüber, das nachfragt und Dinge sieht, die man selbst nicht sieht.

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Bei Fragen können Sie mir über das Kontaktformular eine E-Mail schicken, oder mich einfach anrufen: +491726160377

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Mein Wunsch ist es besonders all jenen schnell und einfach mit Infos über Werbung und Marketing zu versorgen, die uns mit Lebensmitteln versorgen – Danke dafür!

Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche

Hofkäsereien in Mecklenburg-Vorpommern

Bauernhöfe fotografieren in Nord und Süd, in Ost und West!

Im Wonnemonat Mai sollte es losgehen, Corona kam dazwischen und so startete ich zusammen mit dem Initiator des Projektes, Udo Tremmel vom »Büro für Kulinarische Maßnahmen«, am 27. Juli von Stralsund aus. 

Mecklenburg-Vorpommern – das Land der Käsespezialitäten • Schnittkäse vom Hof »Alter Pfarrhof Elmenhorst«

Hofkäsereien fotografieren

Das Projekt »Hofkäsereien in Mecklenburg-Vorpommern« gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs »Von hier« zur Förderung regionaler Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern, zu dem das Landwirtschaftsministerium des Landes aufgerufen hatte.

Am Standort der Goldschmidt Frischkäse GmbH in Ludwigslust übergab Landwirtschaftsminister Till Backhaus den Preis an Udo Tremmel vom »Büro für Kulinarische Maßnahmen« Stralsund

Schokolade meets Käse

Die Firma Goldschmidt Frischkäse stellt feine Köstlichkeiten aus Frischkäse und Schokolade her. Eine Versuchung.

schokolierte Frischkäsepralinen • Goldschmidt Frischkäse

On The Road To The Käse!

Drei Wochen lang von einem Bio-Hof zum anderen zu fahren, jeden Tag auf einer Weide zu stehen und Kühe, Schafe, Ziegen abzulichten, mit Leuten zu tun zu haben, die mit das Wichtigste herstellen, was wir Menschen brauchen: Lebensmittel – ein Traum für mich!

Erste Station: Demeter Bio-Bauernhof Zandershagen

Die Biobauern Gaby Fiebig und Ture Gustavs vom Demeter Hof Zandershagen bei der Brotzeit
Gaby Fiebig und Ture Gustavs – der eigene Käse schmeckt am besten.

Unser erstes Ziel war der Hof Zandershagen von Gaby Fiebig und Ture Gustavs: Hof, Hofladen, Käserei, Stall, Weide, alles wie vermutet. Nur einem so schüchternen Hofhund war ich bislang noch nie begegnet. Eigentlich ein Herdenschutzhund und von daher – theoretisch – auch geeignet einen Hof ordentlich zu bewachen, hielt dieser die Fluchtdistanz eines scheuen Rehs. Der Arme hatte eine schwere Kindheit und braucht Zeit – viel Zeit – um Vertrauen aufzubauen.

Bild der jungen Herdenschutzhündin Olga vom Biohof Zandershagen.
Olga die Hündin vom Demeter Hof Zandershagen

Ganz anders die Rinder. Ture und Gaby haben eine Kreuzung aus den Rassen Jersey und dem Original Allgäuer Braunvieh

Besonders beeindruckend: die Hörner. Weit ausladend und spitz nach oben gerichtet. Die wollte ich angemessen ins Bild setzen, also hab ich mich mit meinen Kameras auf die Grasnarbe begeben. So erreiche ich es, dass die Hörner vor dem Himmel gut erkennbar sind. Denn das Wichtigste bei der Bildgestaltung ist der Hintergrund. Priorität bei der Bildkomposition: 1. Hintergrund, 2. Licht, 3. Motiv.

Kreuzung aus den Rassen Jersey und dem Original Allgäuer Braunvieh • Hof Zandershagen

Essentielle Ausrüstung bei der Fotografie von Nutztieren

Das Wichtigste bei der Nutztierfotografie: gepolsterte Knie und ein Winkelsucher. Als Schutz für die Knie eignen sich Arbeitshosen mit einem Einschub für die Polster. Und wenn auch Klappdisplays sich durchaus eigenen, um aus der Froschperspektive Nutztiere auf der Weide zu fotografieren, kann grelles Sonnenlicht das Erkennen des Motivs dann doch unmöglich machen. Daher bevorzuge ich einen Winkelsucher.

Wer in die Tierfotografie einsteigen möchte, dem empfehle ich, mit Rindern anzufangen. Kühe rennen zum einen nicht gleich weg, zum anderen sind sie auch nicht allzu neugierig und überschütten einen nicht mit ihrer Liebe (Näheres dazu dann an anderer Stelle).

Milchschafhof am Fuchsberg

Während Gaby und Ture ihren Hof nun schon seit ein paar Jahre betreiben, ist Oliver Barf mit seinem Milchschafhof am Fuchsberg ganz neu dabei, unser Leben mit handgemachtem Käse zu bereichern.

Oliver Barf in seiner nigelnagelneuen Käserei • Milchschafhof am Fuchsberg

Wie schon der Name verrät, gewinnt Oliver die Milch zum Käsen von Schafen. Seine Schafe haben direkt am Hof Weiden, von denen er sie zum Melkstand treibt. Andere Herden stehen auf weiter entfernten Weiden und »arbeiten« in der Landschaftspflege. Herdenschutzhunde bewachen diese weiter entfernt lebenden Tiere, denn hier in der Region treiben sich Wölfe herum. Unlängst erst wurde ein Tier gerissen. 😢

Oliver mit zwei seiner Herdenschutzhunde bei seinen Schafen • Milchschafhof am Fuchsberg
Seine Schafe setzt Oliver auch für die Landschaftspflege ein. • Milchschafhof am Fuchsberg

Schafe zu fotografieren ist deutlich schwieriger als Rinder. Schafe bleiben sehr dicht beieinander und sind auch scheuer als Rinder. Wenn das Leitschaf meint, dass Gefahr besteht, sind die Tiere schneller weg als ich mein Teleobjektiv in Stellung bringen kann. 

Von einzelnen Tieren gute Portraits zu machen, ist daher eine besondere Herausforderung. Als Fotograf mache ich auf Fluchttiere einen gefährlichen Eindruck: Ich verhalte mich seltsam, ganz anders als normale Menschen es tun. Womit die Tiere recht haben: Fotografen zählen sicher nicht zu normalen Menschen.

Dabei trachten wir ja gar nicht nach dem Leben der Herdentiere! Aber was weiß ein Schaf schon von Bildkomposition, Hintergrund und Bokeh? Nichts! Und so mühe ich mich gerade bei Schafen sehr ab, um aussagekräftige und authentische Bilder zu bekommen. Die Fotografie von Nutztieren im Allgemeinen und die von Schafen im Besondern kann ein hartes Geschäft sein.

So wird das nix mit dem Schaf-Portrait • Dorfschäferei PalmzinFoto: Andreas Vogel

Was allerdings bei Schafen viel angenehmer ist als bei Kühen: Setze ich mich dann auf der Weide mal versehentlich in deren Stoffwechselendprodukte, sind mir die Schafsköttel deutlich lieber als jeder Kuhfladen.

In einem solchen ist mir auch schon eine meiner Kameras mal gelandet, mit der ich dann weiter fotografieren musste… Bei Fragen dazu schicken Sie mir bitte eine Mail. 🙂

Wer ein gutes Bild will, muss nahe genug ran. • Foto Yvonne Schiwik
So sieht dann das fertige Bild aus • SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden

Von friedfertigen Ziegen auf Gut Weitendorf

Gut Weitendorf

In Ziegenherden herrscht eine klare Rangordnung. Eine höherrangige Ziege verteidigt ihre Stellung durch rohe Gewalt – so mein Wissensstand. Doch auch bei den Ziegen gibt es solche und solche, wie ich auf dem Gut Weitendorf von Familie Knecht erfahren habe. Eine eher lockere Haltung hinsichtlich der Rangfolge haben Anglo-Nubier-Ziegen. Ihr unverkennbares Merkmal: lange hängende Ohren und eine Ramsnase, ähnlich denen der Schafe.

Anglo-Nubier-Ziege • Gut Weitendorf
Brigitte und Arthur Knecht mit Maggy Vogelmann • Gut Weitendorf

Mit Maggy Vogelmann, der Käserin und Verantwortlichen für die Ziegen, bin ich zur Herde. Und ja, die Tiere machten auf mich einen entspannteren Eindruck als ich das von anderen Ziegen her kenne. Nur: neugierig sind auch sie.

Maggy Vogelmann kümmert sich um Ziegen und den Käse • Gut Weitendorf

Was Ziegen an einem Fotografen spannend finden

Eine philosophische Frage von weitreichender Bedeutung für Ziegen scheint es zu sein: was versteckt sich in diesen länglichen schwarzen Röhren? 

Egal auf welchem Ziegenhof ich auch bin, immer, wirklich immer kommt eines dieser Tiere auf die Idee, meine Objektive anzuknabbern. Die schmecken doch nicht! Und dann stecken sie ihre Nase vorn in die Sonnenblende und atmen genussvoll aus. Auf die Linse!

Ziegen und ihre Vorliebe für Objektive • Ziegenhof Gülzer GeißenFoto: Charlotte Lüders

Merke also: Zum Fotografieren von Ziegen, neben den Knieschonern, auch mindestens ein Reinigungstuch mitnehmen.

Ziegen sind ja auch so herzig. Sie stupsen mich mit der Nase an und lassen es zu, dass ich mich beim Fotografieren aufstütze. Solch tatkräftige Unterstützung kenne ich von keinem anderen Tier.

😘 • Gut Weitendorf • Foto: Maggy Vogelmann

Bei Ve-Annissa Spindler auf dem Siebengiebelhof

Der Eingang zum Siebengiebelhof, Bio-Bauernhof

Der Siebengiebelhof beeindruckt gleich am Hauptgebäude mit einer Giebelwand aus dem hier üblichen Backstein, errichtet im Jahre 1914. Einladend stehen Tische und Stühle vor dem historischen Gebäude und laden zu Kaffee und Kuchen ein. Den kann man sich drinnen im kombinierten Hofladen und Café abholen. Urgemütlich ist es hier.

Hof-Café im Siebengiebelhof

Wir kommen am späten Nachmittag an und werden gleich zum Abendessen eingeladen. Unser Beitrag: Käse von den Höfen, die wir bereits besucht hatten. Udo wusste als »wandelndes Käselexikon« zu jeder einzelnen Sorte etwas zu berichten, sehr zur Freude von Ve und ihrem Team.

An diesem Tag war ich auch gleich noch beim Abtrieb der Rinderherde dabei. Annabel, Alrun und die Hofhündin Alma (kurz: „Triple-A“) holten die Herde zum Melken von der Weide. Sie empfahlen mir, zum Zuchtbullen Kurt Abstand zu halten – er möge keine Männer. Das war auch sinnvoll – dazu später mehr.

Annabel, Alma und Alrun treiben die Herde von der Weide zum Bauernhof • Siebengiebelhof

Mir fiel ein Kalb auf, dass etwas hinter der Herde zurückblieb. »Was für ein schönes Motiv«, dachte ich mir. Nur hab ich mit meinem Fotografieren den Kleinen so verunsichert, dass er den Anschluss an die Herde ganz verlor.

Der kleine Stier Knut bleibt zurück • Siebengiebelhof

Damit er nicht ganz alleine den weiten Weg zum Stall gehen musste, hab ich dann mit dem Fotografieren aufgehört und bin an seiner Seite gelaufen. Der Kleine hieß Knut und war eine Waise. Um ihn kümmert sich Ve ganz besonders. An diesem Abend durfte ich ihn noch füttern. Am liebsten hätte ich ihn mitgenommen. Genügend Platz in unserem Camper hätten wir gehabt.

Bio-Bäuerin Ve mit dem kleinen Stier Knut • Siebengiebelhof

»Morgenstund hat Gold im Mund« Dieses Motto gilt besonders für uns Fotografen. Um halb sechs machte ich mich auf den Weg zur Herde; wo sie stand, wusste ich ja vom Vortag. Die ersten Sonnenstrahlen spitzen hinter dem Hügel hervor, als ich ein mir schon bekanntes Schnauben hörte.

Kurt der Zuchtbulle kam eilig vom Hügel herunter direkt auf mich zu. Gott sei Dank war ich noch jenseits des Elektrozauns. Vor diesem Millimeter starken Draht hat Kurt mächtig Respekt – mein Glück.

Wenn ich also nicht die Herde im Morgenlicht fotografieren darf, weil Herr Zuchtbulle Kurt dies verhindert, dann fotografiere ich eben ihn. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden.

THE BOSS – der Zuchtbulle Kurt im Licht der aufgehenden Sonne • Siebengiebelhof

Am Vormittag durfte ich in das Käselager. Und das befindet sich im historischen Keller des Wohnhauses. Da war Isabell gerade damit beschäftigt die Laibe, die noch reifen müssen, zu befeuchten und zu drehen. Dies ist wichtig, damit der Käse nicht austrocknet und eine gleichmäßige Rinde entwickeln kann. 

Isabel streicht die Käselaibe ein. • Siebengiebelhof

Das Käsen ist eine eigene Kunst, die gelernt sein will.

Von konventioneller Landwirtschaft zum Biobetrieb

Südlich der Müritz liegt der Agrarbetrieb Priborn. Der gebürtige Niederländer Gerben Weersink stellte den Milchbetrieb um. Seit November 2019 erzeugt der Betrieb nun Bio-Milch. Die kann man sich auch selbst an der Milchtankstelle abholen, die direkt vor dem Tor zum Betriebsgelände steht.

Das Gelände ist so groß, dass der Chef uns mit dem Fahrrad vorausfährt. Zu Fuß gehe ich mit Herrn Weersink dann weiter durch ein kleines Waldstück zu der Herde. 

Geschäftsführer Gerben Weersink fährt mit dem Rad voraus • Priborn Bio
Gerben Weersink bei seinen Rindern auf der Weide unweit der Hofstelle • Priborn Bio

Die schwarz-weiß gescheckten Kühe stehen im Schatten einer mächtigen Eiche, die auch ein Caspar David Friedrich gern gemalt hätte. Und dann begann auch schon der Zug zum Stall; das Melken stand an und die Kühe trabten von der Weide zum Melkstand. So mag man das als Bauer.

Eine malerische Eiche spendet den Rindern etwas Schatten. • Priborn Bio

»Loch« Seewalde

Am Erdhof in Seewalde gibt es zwei große Löcher. In einem ist viel Wasser, und man kann darin schwimmen. Im anderen gibt es keinen Empfang, und man kann nicht telefonieren.🙄

»Loch« Seewalde • Erdhof Seewalde

Dafür gibt es eine Bande von Ferkeln, die sich auf dem ganzen Hof und darüber hinaus herumtreibt.

The Gang of Seewalde • Erdhof Seewalde
Wäre ich nicht wachsam gewesen, die hätten mir meine halbe Ausrüstung geklaut • Erdhof Seewalde

Dazu kommen noch Enten, Hühner, Rinder und Pferde, die alle der Familie Peacock-Garnetzke gehören, mit David und Viola als den Chefs.

Das Ehepaar David Peacock und Viola Garnetzke • Erdhof Seewalde

Bekannt ist Erdhof Seewalde durch seinen Doppelrahm, den Viola mit Hilfe einer Zentrifuge aus der Milch ihrer Angler-Rotvieh-Herde gewinnt. Die Angler zählen zu den bedrohten Haustierrassen. Dabei liefern sie eine ganz besondere, an Omega-3-Fettsäuren reiche Milch, aus der eben ein besonderer Rahm gewonnen wird, sehr begehrt bei den Spitzenköchen in Berlin. Hinzu kommen verschiedene Joghurts, Sahne, Frischkäse und pasteurisierte Milch.

Das Gold vom Erdhof: Rahm • Erdhof Seewalde
Milch, feiner Frischkäse und exquisiter Rahm vom Erdhof Seewalde

Käse machen im LKW

Käsereien kenne ich nun schon einige. In denen, in denen ich bislang war, standen große schwere Kessel, lange Tische aus Edelmetall, hohe fahrbare Wagen mit den Käselaiben, tiefe Spülbecken und x Käsesiebe in den unterschiedlichsten Größen. Hätte mir jemand gesagt, das bekommt man auch in einem LKW unter, ich hätte es nicht geglaubt.

Eine komplette Käserei in einem LKW • Mobile Käserei Kentzlin

Aber genau das ist Anja Hansen und Henriette Gaede gelungen. Zusammen fahren sie mit ihrer Mobilen Käserei seit diesem Jahr (2020) von Hof zu Hof und stellen vor Ort Käse her.

Henriette Gaede Anja Hansen in ihrer mobilen Käserei • Mobile Käserei Kentzlin

Außen am LKW gibt es einen Anschluss für »Milch rein« und einen für »Molke raus«. Drinnen ist alles verbaut, was zu einer Käserei gehört. Der Käsekessel mit Rührwerk, tiefe Edelmetall-Bottiche, Käseformen in verschiedenen Größen und natürlich: eine Käseharfe. Die darf nicht fehlen. Ja, selbst eine Schleuse gibt es. Bei der Lebensmittelproduktion ist Hygiene schließlich oberste Pflicht. Alles da.

Milch rein, Molke raus und fertig ist der Käse 😉 • Mobile Käserei Kentzlin
High-Tech auf kleinsten Raum • Mobile Käserei Kentzlin

Fortsetzung folgt.

Werbung 04 • Was macht eigentlich ein Kommunikationsdesigner?

Hinweisschild WC mit Pfeil

Meine Berufsbezeichnung ist Diplom Designer (FH).

Weil ich schon weiß, dass dann die meisten denken ich entwerfe irgendwelche Designer Möbel oder schicke Kugelschreiber, sag ich dann gleich immer meine Fachrichtung dazu:

visuelle Kommunikation – und da kommt dann zurück: »Ah, du entwirfst Telefone!«

Nein.

Was für Arten von Kommunikation gibt es denn?

Die verbale Kommunikation, die gibt es einmal in einer mündlichen Variante und in einer schriftlichen. Dann gibt es die nonverbale Kommunikation und eben die visuelle Kommunikation.

Die verbale Art wird von Textern, Schauspielern, Journalisten, Schriftstellern, Moderatoren (und -Innen) verwendet.

Bei der  nonverbalen Kommunikation sind die Pantomimen die absoluten Profis und wir Laien machen es auch ständig und immer, aber meist unbewusst. Was dann ab und an zu Missverständnissen führen kann. Andere Länder andere Gesten, ich hatte das Glück in Italien mein Praktikum zu absolvieren und da war es unerlässlich »Il linguaggio dei gesti« zu lernen.

Ja und dann gibt es die visuelle Kommunikation – da bin ich Chefe!

Was macht also ein Kommunikationsdesigner mit der Fachrichtung »visuelle Kommunikation«?

Visuelle Kommunikation transformiert eine Botschaft in ein Bild.

Ziel ist es, die Botschaft möglichst schnell an den Empfänger zu übermitteln.

Ein Beispiel in Sachen Kommunikation: verbal und visuell

Zuerst die Botschaft einer schriftlichen Variante.

»Verehrter Besucher unserer Einrichtung. Wir freuen uns sehr sie in unseren Räumen begrüßen zu dürfen. Bevor sie sich in die Räume begeben, möchten sie vielleicht nochmals eine Toilette aufsuchen oder auch während ihres Besuches diesen Ort auffinden. Mit diesem kurzen Text möchten wir sie dabei unterstützen, wie sie zu den Toiletten gelangen können. Fangen wir an. Wenn Sie unser Gebäude vom Haupteingang von der Goethe Straße aus betreten haben und nicht vom Seiteneingang von der Schiller Straße, dann sehen sie rechts den Empfang und gerade aus eine kleine Treppe, die sie in das etwas höher gelegene Erdgeschoss bringt. Hier angekommen öffnet sich beidseitig der Zugang zu je einem Gang; vor ihnen liegt das Treppenhaus. Nun gehen sie nach rechts in den Gang. Hier reihen sich zu beiden Seiten die Verwaltungsbüros. Diesen Gang gehen sie bis zum Ende durch. Dort wenden sie sich nach rechts. Sie erblicken dort zwei Türen, die, entgegen zu den Türen für die Büros nicht aus dunklem Holz, sondern mit weißem Kunststoff beschichtet sind. Die linke Türe führt zu den Toiletten, die den Damen vorbehalten ist, die rechte Türe führt in die Männertoilette. Wir hoffen unsere kurze Anleitung, wie sie zu den Toiletten finden, hat ihnen geholfen. Wir freuen uns sie wieder alsbald begrüßen zu dürfen.«

Und hier die visualisierte Botschaft:

Hinweisschild WC mit Pfeil

Icon WC für Damen und Herren

Selbstverständlich könnte man den Text auch kürzer fassen. Dann wäre darüber nachzudenken, in welchen Sprachen dieser übersetzt werden müsste. 🙂

Das geschriebene Wort zur Vermittlung von Botschaften ist suboptimal.

Wir lernen: Kommunikationsdesigner arbeiten daran Botschaften so zu visualisieren, dass sie möglichst schnell vermittelt wird und der Empfänger diese auch schnell verstehen kann.
Zugrunde liegen hier Zeichen und Bilder, die oft über kulturelle Grenzen hinweg verstanden werden. Daher ist zu überlegen, wer alles die Botschaft empfangen kann. Für ein Gebäude, das auch von vielen ausländischen Besuchern aufgesucht wird, wären in dem Falle Icons zu verwenden, die auch zum Beispiel Asiaten verstehen.

Und dies ist die bessere Lösung als die erste mit dem Schild: »WC«

Icons für Damen und Herren Toiletten

Viele Icons verstehen die Menschen über kulturelle Grenzen hinaus

Icons Leitsystem zu den Toiletten

Wichtig bei Leitsystemen durchgehend dieselben Icons und denselben Stil zu verwenden

Text und Bilder. Wie unser Gehirn arbeitet.

Wir haben gesehen, dass einfache Zeichen eine Botschaft viel schneller vermitteln können, als dies ein Text kann.

Prospekte von Supermärkten auf einem Haufen

Wieso geben die Firmen soviel Geld für buntbedrucktes Papier aus?

Aber auch Fotos werden von unseren grauen Zellen viel schneller verarbeitet als Text. Denn Text muss das Gehirn immer erst dechiffrieren Bilder nicht. Ich vergleiche es immer mit Traubenzucker und Vollkornbrot. Während der Traubenzucker (Fotos) direkt von den Mundschleimhäuten aufgenommen werden kann, muss das Vollkornbrot (Text) zuerst den ganzen Verdauungsapparat durchlaufen bevor unser Körper die Kohlenstoffe verwerten kann.

Welches Kosten – Nutzen Verhältnis seht ihr hier?

Auf beiden Seiten sind dieselben Infos wiedergegeben. Die beiden linken Seiten sind unweit teurer zu produzieren als das rechte Blatt. Wieso also stecken die Firmen soviel Geld in eine so aufwendige Werbung, wenn doch die Botschaft und die Informationen viel einfacher und günstiger vermittelt werden können.

Innenseiten eines Supermarktprospekts

So kennen wir die Informationen von Supermärkten

  • Die Sachen sehen appetitlicher aus?
  • Die Abbildungen wecken Emotionen?

Beides ist richtig, aber der wesentliche Punkt ist, dass Bilder 60.000mal schneller vom Gehirn erfasst und verarbeitet werden kann als Text.

Inhalt eines Prospektes als Tabelle

Dies ist der gleiche Inhalt, eben nur als Text.

Das Gehirn ist faul

denn es möchte sowenig Energie verbrauchen wie möglich. Text muss erst mit viel Energieaufwand entschlüsselt werden während der Inhalt eines Bildes sofort erfasst werden kann. Und diesen Umstand machen sich die Werbetreibenden zu Nutze in dem sie die Produkte immer auch als Foto abbilden und nicht nur als Text.
Deshalb ist es sinnvoll Bilder, Grafiken und Illustrationen zu verwenden, um Botschaften zu vermitteln.

Märchen und Gleichnisse sind die Vorläufer des gedruckten Bildes

Zu den Zeiten, als es noch keine Möglichkeiten gab Bilder einfach und schnell in großen Mengen zu vervielfältigen bedienten sich die Menschen damit Bilder in den Köpfen entstehen zu lassen. Das funktioniert durch Geschichten, die wir heute als Märchen, Sagen, Parabeln, Fabeln, Legenden und Gleichnissen kennen.
»Rotkäppchen und der böse Wolf«, »Frau Holle«, »Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter« oder »Nathan der Weise« Alleine die Titel lösen bei uns immer noch Emotionen aus und die Erinnerung an den Inhalt wird wach gerufen. Hätten wir aber irgendwann einmal die Botschaft bekommen:

  • geh nicht allein in den Wald, dort lauert der Wolf
  • sei fleißig, dann wird es dir gut gehen
  • Helfen ist wichtiger, als Vorschriften einzuhalten
  • sei tolerant

Geschichten, die in uns Bilder und damit auch Emotionen auslösen bleiben nachhaltig gespeichert und ihre Botschaft verfestigt sich je öfter wir sie hören.

Die Wiederholung macht es

Und hier sind wir bei einem weiteren Punkt, den wir Kommunikationsdesigner anwenden: Wiederholung. Je öfter wir ein Zeichen sehen, desto eher merken wir es uns. Die Wiedererkennbarkeit und die Verbindung zwischen Bild, Aussage und Firma wird durch Wiederholungen erreicht.

So funktioniert visuelle Kommunikation:

  • Botschaften in möglichste einfachen Bilder transformieren
  • Je nach Botschaft
    • einfache Bilder verwenden (Leitsysteme)
    • oder mit Emotionen aufladen (Werbung)
    • und diese immer und immer wieder zeigen (Wiederholung)

Ich hoffe wieder etwas Klarheit vermitteln zu können, was wir Designer machen und wie dies wirkt.

Eberhard Schorr | Der-Landfotograf | Ihr Fotograf für die Bio-Branche